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  • 25. Jan. 2023
  • 3 Min. Lesezeit

Ein Blogbeitrag von Simone Mittermaier - Spirituelles Coaching

2021 kam ich das erste Mal mit Kältetraining in Berührung. Ich durchlief einen mehrmonatigen Kurs, in dem es darum ging, seine „Lifeforce“ auf 100 Prozent zu pushen. Dies war eine Mischung aus Trainingseinheiten, Atemsessions, Meditationen und Biohacking darunter auch, Kältetraining.


Mir war von Anfang an bewusst, das Kältetraining ein Bestandteil dieses Kurses ist und ich sagte mir aber eigentlich von Anfang an, dass ich das hundertpro nicht schaffe und diesen Teil dann einfach überspringe. War mir zu wild, zu verrückt. Jeder der mich kennt weiß, dass ich die Kälte immer schrecklich fand, genauso wie Hitze. Saunagänge wären dann meine nächste Herausforderung. Dafür bin ich aber noch nicht bereit :D

Als dann aber der Tag kam, an dem wir Kältetraining schön langsam integrieren sollten, angefangen mit kalt duschen und ab Herbst dann in den See, Bach oder in die Tonne auf der Terrasse steigen, hörte ich mir dann doch mal das Ganze in Ruhe an, was den angeblich so toll daran sein soll. Als kleiner Streber konnte ich es einfach nicht ignorieren. Ich sah aber bis dahin immer noch keinen Sinn darin, mitten im Winter ins kalte Wasser zu steigen und mich darüber zu freuen, dass grad tausende kleine fiese Nadelstiche meinen Körper piesacken. Aber ich bin ja ein offener Mensch und kanns mir ja mal anhören, muss es ja nicht machen.

Ich muss gestehen der Anfang hörte sich schon mal super an, aber es catchte mich noch nicht:


Es stärkt das Immunsystem, ja ok kann man sich irgendwo denken.

Es fördert die Entstehung von gutem braunem Fettgewebe und hilft bei der Verbrennung von schlechtem beigem Fettgewebe, interessiert mich nicht, hab kein Gewichtsproblem.

Die Stress Resilienz wird trainiert, ja irgendwo logisch, wenn ich meinem Körper grad signalisiere „Evtl. erfrierst du heute, have fun“, man hatte mich immer noch nicht ich fands immer noch zu verrückt, gefährlich etc.

Es ist super für den Blutzucker „Für was war das gleich nochmal wichtig?“.

Es werden Endorphine ausgeschüttet, ja schon cool.

Die Mitochondrien feuern und werden zur Neubildung angeregt, es gibt einen Energy Boost, ja doch, das gefällt mir.

UND es verjüngt! Ich gebe es zu…VERJÜNGT…das hat mich dann gecatcht :D Verjüngen ist immer gut. Mit Mitte 30 wird dann doch schön langsam alles schlaffer, faltiger, kann man ja mal entgegenwirken. Gut ich probiere das aus, der Eitelkeit halber. Spoiler, dies ist heute nicht mehr mein Hauptgrund, warum ich Kältetherapie mache.

Ich bereitete mich einige Wochen damit vor, dass ich immer nach dem Duschen mit kaltem Wasser abschloss und ging weiterhin bei uns einmal in der Woche in den Mühlbach, um zusammen mit dem Bach abzukühlen. Es wurde immer kälter und niemand glaubte, dass ich das wirklich durchziehe, aber im Januar stand ich dann für 3-4 Minuten, bis fast zu den Schlüsselbeinen in 2 Grad kaltem Wasser. Ich war superstolz auf mich!


Ich bin jedes Mal vor dem Kältetraining aufgeregt und jedes Mal ist es anfangs schmerzhaft.


Warum tue ich es trotzdem weiterhin einmal die Woche, in den Bach oder in mein „Wandl“ zu steigen? Nein nicht wegen der Verjüngung…gut ein bisschen vielleicht :D

Der Hauptgrund ist aber, dass der Moment im kalten Wasser meinen Kopf komplett leer werden lässt. 100 Prozent Fokus, Leere, Atmen. Es ist in dem Moment einfach nichts anderes wichtig außer ich selbst, präsent, fokussiert, atmend. Ich merke mit jedem Mal, wie stark und zäh ich eigentlich sein kann. Jedes Mal steigt man mit einem Glücksgefühl und Stolz aus dem Wasser. Das kalte Wasser wird zu einem Freund.

Damals 2021 wurde die ganze C-Thematik super anstrengend für mich. Aufgrund der Multiplen Sklerose und einigen persönlichen Überzeugungen, entschied ich mich gegen die I*pfung und gehörte damit gesellschaftlich gesehen sofort zu den Verschwörungstheoretikern und Sozialschädlingen, und dann ist die Tante auch noch spirituell, eine esoterische Verschwörungstheoretikerin, noch schlimmer! Schublade auf, rein damit, Schublade zu! Man hatte eigentlich keine Chance.


In dieser Zeit wurde das kalte Wasser zu meinem besten Freund. Immer wenn mich das Außen überwältigte und mich fertig machte, stieg ich ins Wasser und es war, als würde die Kälte alles Schwere aus mir herausbrennen, wegspülen. Auch wenn ich das Außen nicht kontrollieren konnte, in diesem Moment hatte ich die Kontrolle über mich und meinen Körper.


Egal ob Wut, Verzweiflung, Nervosität, Überforderung, das kalte Wasser nahm und nimmt es weg, spült es weg und ich stieg und steige jedes Mal wie neugeboren aus dem Wasser. Es trainiert meine emotionale und energetische Fitness, lässt mich mental stärker werden. Dies ist mein persönliches, „Warum“ zum Kältetraining, warum ich es schätze und liebe und wahrscheinlich immer weiter machen werde auch wenn es immer wieder eine Herausforderung für mich ist.


Danke fürs Lesen!


Eure Simone


 
 
 
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